Hochschule Reutlingen
02.11.2026

Mit Kamera und KI Pflanzen erkennen: Biomechatronik-Studierende beim VISION Makeathon

Biomechatronik-Studierende beim VISION Makeathon Foto: Hochschule Reutlingen/privat

Biomechatronik-Studierende beim VISION Makeathon Foto: Hochschule Reutlingen/Privat

Studierende der Hochschule Reutlingen arbeiten mit Teilnehmenden anderer Hochschulen und Fachrichtungen an einer Smart-Farming-Anwendung.

Prof. Dr. Karsten Rebner besuchte mit Studierenden des dritten Semesters im Studiengang Biomechatronik der Hochschule Reutlingen die VISION 2026 in Stuttgart. Auf der internationalen Fachmesse für Bildverarbeitung, die vom 6. bis 8. Oktober stattfand, nahmen die Studierenden am VISION Makeathon teil. Dabei bearbeiteten sie in interdisziplinären Teams eine praktische Aufgabe zur Pflanzen- und Unkrauterkennung.

Die von evopro und Vision Components angebotene Challenge verknüpfte Kameratechnik, künstliche Intelligenz und biologische Anwendungen. Auf einem 2,5 mal 2,5 Meter großen Versuchsfeld mit 50 Pflanzen sollten die Teams unterschiedliche Pflanzentypen erfassen und erkennen. Innerhalb von sechs Stunden führte die Aufgabe von der Auswahl und Einrichtung der Hardware über die Bildaufnahme und Kennzeichnung der Daten bis zum Training eines KI-Modells. Ziel war es, die Erkennung mit einer Entscheidungslogik und einer anschaulichen Darstellung der Ergebnisse zu verbinden.

Besonders prägend war die Zusammenarbeit mit Studierenden anderer Hochschulen und Fachrichtungen. Die Teams mussten unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammenführen, Aufgaben verteilen und gemeinsam technische Lösungswege entwickeln. Fachleute aus der Industrie unterstützten die Teilnehmenden dabei.

"Mir persönlich hat die Teilnahme am Makeathon sehr gut gefallen da ich dort spannende Einblicke in das mir völlig fremde Feld der digitalen Bildverarbeitung bekommen habe. Außerdem war es interessant seine eigene KI zu trainieren, anstatt immer die Modelle von Google oder Anthropic zu nutzen" so Lukas Lederle. Und Aylin Celebi ergänzte: „Besonders spannend fand ich, zum ersten Mal mit einem Raspberry Pi zu arbeiten und eine Kamera mit KI-gestützter Bilderkennung aufzubauen, wobei durch die Zusammenarbeit mit Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen verschiedene Fähigkeiten und Perspektiven zusammenkamen."

Für die angehenden Biomechatronikerinnen und Biomechatroniker machte die Challenge das Zusammenspiel von Biologie, technischen Systemen und digitaler Datenauswertung greifbar. Die Pflanzenklassifikation zeigte exemplarisch, wie Sensorik und KI für Anwendungen in einer ressourcenschonenden Landwirtschaft eingesetzt werden können. Zugleich eröffnete der Messebesuch Einblicke in aktuelle Bildverarbeitungstechnologien und Möglichkeiten zum Austausch mit Unternehmen.