Genetik hautnah erleben: Schülerinnen und Schüler erforschen ihre innere Uhr

Schülerinnen und Schüler analysieren ihre eigene DNA und erforschen, wie Gene den individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Auch Prof. Dr. Eberhard Binder (links) von der Fakultät Technik nahm am Workshop teil, um Einblicke in biomedizinische Themen zu gewinnen.
Ein Workshop im BioMed-Labor an der Fakultät Life Sciences vermittelte praxisnahe Einblicke in die biomedizinische Forschung und zeigte, welchen Einfluss Gene auf unseren Schlaf-Wach-Rhythmus haben.
Bin ich eher Frühaufsteher oder Nachteule? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Hans und Sophie Scholl-Gymnasiums aus Ulm bei einem Workshop an der Fakultät Life Sciences. Das von Prof. Dr. Ralf Kemkemer und Kiriaki Athanasopulu entwickelte Schülerseminar ermöglichte es den Teilnehmenden, ihren genetisch bedingten Chronotyp zu bestimmen und moderne molekularbiologische Methoden kennenzulernen.
Der Chronotyp beschreibt die individuelle innere Uhr eines Menschen, die unter anderem genetisch beeinflusst wird und den persönlichen Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Unter Anleitung von Kim Gohlke und Studentinnen der Studiengänge Bachelor Biomedizinische Wissenschaften und Master Biomedical Sciences analysierten die Jugendlichen DNA-Proben aus ihrer eigenen Mundschleimhaut. Nach einer Sicherheitseinweisung vervielfältigten sie mithilfe einer Mini-PCR relevante Genabschnitte und werteten diese anschließend mittels Agarose-Gelelektrophorese aus.
Im Mittelpunkt stand das Gen PER3, das mit dem menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus in Verbindung steht. Anhand ihrer Ergebnisse konnten die Schülerinnen und Schüler herausfinden, ob ihr genetischer Marker eher auf eine „Lerche“ oder eine „Eule“ hindeutet.
Neben der praktischen Laborarbeit erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Forschungsfelder der Biomedizin und den Studienalltag. Die beteiligten Studentinnen berichteten aus erster Hand über ihr Studium und zeigten die vielfältigen Perspektiven der biomedizinischen Wissenschaften auf. So nahmen die Jugendlichen nicht nur neue Erkenntnisse über ihre eigene Genetik mit, sondern auch einen authentischen Eindruck von Forschung und Studium.




